Ein Chinese hat es zu viel Ruhm im Internet gebracht: Er soll einen Außerirdischen mit Elektroschocks getötet und dann in seiner Gefriertruhe aufbewahrt haben. Zum Beweis hatte er sogar Fotos von dem Wesen ins Netz gestellt. mehr Informationen anzeigen
Es war alles nur ausgedacht: Herr Li aus Binzhou in der chinesischen Provinz Shandong hatte es zu einigem Ruhm im Internet gebracht, mit seiner Behauptung er haben einen Außerirdischen mit Elektroschocks getötet und dann in seiner Gefriertruhe aufbewahrt. Zum Beweis hatte sogar Fotos von dem Wesen ins Netzt gestellt. Das alles war so überzeugend, dass schließlich die Polizei bei Herrn Li vorbeischaute. Das berichtete das chinesische Staatsfernsehen am Mittwoch. Den Beamten wurde schnell klar, dass der Außerirdische aus ganz irdischem Kunststoff, Kleber und Drähten zusammengebastelt war. "Ich dachte zunächst an Gummi, aber sehr steif und hart. Man konnte das Ding auch ganz klein zusammendrücken. Irgendwie so was." Dabei hatte Herr Li viel Zeit und Energie auf seine Geschichte verwendet: Bei der Hasenjagd am Ufer des Gelben Flusses sei er vor drei Monaten auf eine Gruppe Außerirdischer gestoßen, hatte er in seinem Blog geschrieben. Er stellte sie zur Rede, dabei sei eines der Wesen in eine elektrische Hasenfalle geraten und gestorben. Aus Rache hätten die anderen ein Wäldchen in der Nähe niedergebrannt. Er haben den toten Außerirdischen dann tiefgekühlt und die Polizei informiert. Von dort sei aber keine Reaktion gekommen. Erst nachdem er seine Geschichte im Internet veröffentlicht habe, seien die Behörden aktiv geworden. Dieses Märchen hat dem Bauern Li, der sich im Netz als erfolgreicher Meeresfrüchte-Händler ausgegeben hatte, nun richtig realen Ärger eingebracht. Nach Medienberichten haben ihn die Polizisten verhaftet. Inzwischen sitzt er schon seit fünf Tagen wegen Erfindung von Lügen und Störung der sozialen Ordnung im Gefängnis.
Samstag, 15. Juni 2013
Fotos von Außerirdischen in China: Polizei schnappt mysteriösen Alien-Mörder - FOCUS Online
93 000 Tote im Syrien-Krieg | Kinder werden gefoltert, verstümmelt, getötet - BILD
Diese furchtbare Zahl, jetzt ist sie offiziell: Im syrischen Bürgerkrieg sind nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen mehr als 93 000 Menschen getötet worden.
Dies sei die Mindestzahl von Opfern", erklärte in Genf UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay unter Berufung auf eine neue Untersuchung. Die wahre Zahl derjenigen, die getötet wurden, liegt wahrscheinlich sehr viel höher", fügte sie hinzu.
Jeden Monat fallen dem seit zwei Jahren anhaltenden Konflikt inzwischen 5000 bis 6000 Menschenleben zum Opfer. Eine deutliche Steigerung im Vergleich zu durchschnittlich 1000 Toten pro Monat im Sommer 2011 Diese extrem hohe Tötungsrate reflektiert die dramatische Verschlechterung der Lage", sagte Pillay weiter.
Fast 6500 Kinder seien unter den Opfern, fast 1730 von ihnen unter zehn Jahren. Pillay forderte von den Konfliktparteien erneut eine sofortige Waffenruhe", um das Blutvergießen zu stoppen.
Eine Forderung, die so schnell wohl nicht erfüllt wird. Der Bürgerkrieg tobt mit einer unfassbaren Gewalt.
Tag für Tag beschießen Regierungstruppen Stadtgebiete oder greifen sie aus der Luft an", sagte Pillay. Dabei setzten sie neben Raketen auch Streubomben sowie thermobare Bomben ein, die eine größere Hitze- und eine längere Druckwirkung habe.
Es gebe gut belegte Fälle von Folter und Tötung von Kindern sowie von Massakern an ganzen Familien einschließlich Babys. Das ist eine schreckliche Erinnerung, wie teuflisch dieser Konflikt geworden ist", erklärte Pillay.
Die UN-Sonderbeauftragte für Kinder in Konflikten, Leila Zerrougui, sagte in New York bei Vorlage eines eigenen Berichts: In Syrien würden Kinder getötet, verstümmelt, rekrutiert, inhaftiert, gefoltert."
Syrische Regierungstruppen versuchten Jungen mit sexueller Gewalt dazu zu bringen, Informationen preiszugeben. Kinder, zum Teil nicht älter als 14 Jahre, würden wie Erwachsene gefoltert, unter anderem mit Elektroschocks, Schlägen, Zwangshaltungen und sexueller Gewalt, sagte Zerrougui.
Sowohl Regierungstruppen als auch Rebellen zwingen laut UN Minderjährige in den Kampf. Den Rebellen wurde vorgeworfen, Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren im Kampf gegen die Regierung sowie für Hilfsarbeiten wie die Verpflegung einzusetzen.
Aus etwa 100 Kilometer Entfernung beobachtet die Bundeswehr auf Radarschirmen, was sich im syrischen Bürgerkrieg abspielt. 300 Soldaten sind mit dem Patriot-Flugabwehrraketensystem in einer Kaserne im türkischen Kahramanmaras stationiert.
Der Kommandeur des Kontingents, Oberst Marcus Ellermann, sagte der dpa, die massiven Angriffe der Armee auf Bevölkerungszentren" finde er menschenverachtend".
Die syrische Armee verfüge über eine größere Zahl von älteren ballistischen Raketen, mit denen man zwar eine Ortschaft, aber nicht unbedingt ein spezifisches Ziel treffen könne je älter sie sind, desto ungenauer sind sie".
Frau spürt Mörder ihres Vaters auf - Hamburger Abendblatt
Amerikanerin fahndete jahrelang im Internet. Polizei hatte die Tat von 1986 längst zu den ungelösten Fällen gelegt
Von Michael Remke
New York. Als Jose Martinez im November 1986 ermordet wurde, hatte er gerade erst mit seiner Tochter Joselyn deren zehnten Geburtstag geplant. Ein großes Fest sollte es geben, mit einer Torte, vielen lustigen Spielen und einem Haufen Freunden. Doch zu der Feier im Januar kam es nicht mehr. Kurze Zeit später war der damals 41-jährige Einwanderer aus der Dominikanischen Republik tot. Drei Teenager hatten ihn vor den Augen seiner Frau in seinem Restaurant im New Yorker Stadtbezirk Inwood nach einem heftigen Streit kaltblütig erschossen.
"Als ich am Morgen nach dem Mord aufwachte, sagte mir meine Mutter, dass mein Vater tot sei", erinnert sich die heute 36 Jahre alte Joselyn Martinez, eine aufstrebende Schauspielerin und Sängerin an den schlimmsten Tag ihres Lebens. "Wir waren alle am Boden zerstört."
Mehr als 26 Jahre liegt die Tat zurück. Ein Mord, den die Polizei längst zu den Akten ungeklärter Verbrechen gelegt hatte. Denn der damalige Schütze, den die Ermittler bereits kurz nach dem Verbrechen als Justo Santos identifizierten, hatte sich schnell in die Dominikanische Republik abgesetzt. Dort haben die Fahnder die Spur des damals 16 Jahre alten Teenagers bereits vor Jahren verloren. Ein ungelöster Kriminalfall wie so viele.
Doch Joselyn Martinez wollte das nicht akzeptieren. "Ich konnte mich nicht damit abfinden, dass mein Vater ermordet wurde und der Täter frei herumläuft", sagt Martinez. Sie hatte seinen Namen und wusste auch, wie er aussah. "Das Foto auf dem Fahndungsplakat der Polizei hing in unserem Bezirk überall herum", erinnert sie sich. "Er hat mich darauf angelächelt." Ihre Mutter Idalia habe immer auf das Bild gezeigt und gesagt, sie solle nie den Namen vergessen. "Du musst wissen, wer unserer Familie das angetan hat."
Knapp zehn Jahre nach dem Mord geht Joselyn Martinez zum ersten Mal selbst zur Polizei und will sich über den Stand der Ermittlungen erkundigen. Doch was sie dort hört, macht sie nur traurig und wütend. Die Beamten wissen nicht, wo sich Justo Santos aufhält. Nach dem Treffen mit der Polizei habe sie sich gefragt, warum sie nicht selbst nach ihm suche. "Ich musste es zumindest versuchen", sagt Martinez. "Ich wollte, dass der Mörder meines Vaters hier in New York vor Gericht kommt."
Doch die Recherche ist mühsam. Und bleibt lange ohne Erfolg. Sie durchforstet soziale Netzwerke wie Myspace und Facebook. Doch eine Spur findet sie nicht. "Ich wollte wissen, warum Santo mir das angetan hatte", sagt Martinez. "Deshalb konnte ich nicht aufgeben."
Erst im Jahr 2008, 22 Jahre nach dem Mord, hat sie Erfolg. In verschiedenen Suchdiensten im Internet wie Peoplesearch oder Background.com taucht der Name Justo Santos auf. Martinez investiert 280 Dollar an Gebühren, um alle Informationen abzurufen. Was sie findet, überrascht sie. Der Mörder ihres Vaters lebt längst nicht mehr in der Dominikanischen Republik, sondern ist zurück in den USA. Santos wohnt in Miami und arbeitet seit mehreren Jahren in einer Reinigungsfirma.
"Diese Dienste hatten einfach alles", erinnert sich Martinez an ihre ersten Treffer. Sie findet seine Adresse und selbst seine Telefonnummer. "Er muss wirklich gedacht haben, dass er ungestraft davonkommen würde." Er habe noch nicht einmal versucht, seine Identität zu verheimlichen. Einen Tag nach ihrer erfolgreichen Internetsuche wird der mittlerweile 43-jährige Santos von der Polizei in Miami verhaftet. Er gesteht die Tat und soll jetzt nach New York ausgeliefert werden.
"Ich bin sehr stolz auf meine Tochter", sagt Mutter Idalia. "Ich habe immer daran geglaubt, dass Joselyn eines Tages diesen Verbrecher findet."
Viel Lob kommt auch von der New Yorker Polizei. "Man kann sagen, dass sie dieses Verbrechen gelöst hat", gratuliert Robert Dewhurst, Chef der Abteilung für ungelöste Kriminalfälle. "Sie war unglaublich und hat großartige Arbeit geleistet."
Justiz: Sechsfacher Mörder - Zu krank fürs Gefängnis? - Westdeutsche Zeitung
Von Christoph Schneider
Der wegen sechsfachen Mordes verurteilte Heinz Nieder müsste spätestens am Dienstag seine Haftstrafe antreten.
Sonnenbrille, Baseballkappe, Hörgerät und Drei-Tage-Bart: So erschien Heinz Nieder im Februar 2008 vor Gericht. Der Düsseldorfer wurde wegen sechsfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
dpaSonnenbrille, Baseballkappe, Hörgerät und Drei-Tage-Bart: So erschien Heinz Nieder im Februar 2008 vor Gericht. Der Düsseldorfer wurde wegen sechsfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Düsseldorf. Zwölf Jahre nach der Explosion an der Düsseldorfer Krahestraße ist der ehemalige Hausbesitzer Heinz Nieder wegen mehrfachen Mordes verurteilt. Ob der 49-Jährige die lebenslange Haftstrafe bis zum kommenden Dienstag aber wirklich antritt, ist nicht mehr sicher.
Bei der Explosion am 24. Juli 1997 waren sechs Menschen getötet worden. Nieders Komplize, der Dachdecker Udo Schmitz, hatte in der Nacht den Gashahn aufgedreht. Vor Gericht sagte Nieder aus, er habe die Mieter seines Hauses durch eine Gasverpuffung erschrecken und zum Auszug bewegen wollen.
Nieders Anwalt hat jetzt einen unbefristeten Strafaufschub beantragt. Nieder sei zu krank fürs Gefängnis. Der zuständige Staatsanwalt Christoph Kumpa hat den Antrag jedoch zurückgewiesen. Nieders seelischer und körperlicher Zustand war schon während der drei Strafprozesse ein Dauerthema. Er wurde wegen psychosomatischer Beschwerden untersucht. Die Gutachter befanden: Nieder sei mit gewissen Einschränkungen fähig, der Gerichtsverhandlung zu folgen, und auch haftfähig.
Gutachten bescheinigen Nieder psychosomatische Beschwerden
Die aktuell eingereichten Gutachten stammen von einem Internisten und einem Psychotherapeuten und bescheinigen Nieder wiederum psychosomatische Beschwerden, die einem Haftantritt entgegenstünden. Staatsanwalt Kumpa sagt dazu: "Ich habe den Antrag abgelehnt. Herr Nieder ist haftfähig und kann in der Justiz-Vollzugsanstalt Hagen auch adäquat medizinisch versorgt werden." Nun kann Nieders Anwalt seinen Antrag beim Landgericht Duisburg stellen, welches das rechtskräftige Urteil gesprochen hat, oder Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen.
Zurzeit befindet sich Nieder noch auf freiem Fuß. Er muss sich bald in der Justizvollzugsanstalt Hagen zum Haftantritt melden. Das Urteil des Duisburger Schwurgerichts von März 2008, das im Februar 2009 vom Bundesgerichtshof bestätigt worden ist, lautete auf eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen sechsfachen Mordes und zweifachen Mordversuchs.
1. Prozess: 2001 werden Heinz Nieder und Udo Schmitz vom Düsseldorfer Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt.
1. Aufhebung: Die Strafe gegen Schmitz bleibt rechtskräftig, das Verfahren gegen Nieder wird nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BHG) wegen eines Formfehlers neu aufgerollt.
Freiheit: Im Dezember 2005 setzt das Bundesverfassungsgericht Nieder nach achteinhalb Jahren U-Haft auf freien Fuß.
2. Prozess: 2006 verurteilt ihn das Düsseldorfer Landgericht wegen Herbeiführung einer Explosion zu 13,5 Jahren Haft.
2. Aufhebung: Im Juli 2007 hebt der BGH auch dieses Urteil auf.
Urteil: Im März 2008 verurteilt ihn das Landgericht Duisburg wegen Mordes und Mordversuchs zu lebenslanger Haft.
Das Landgericht Düsseldorf hatte Schmitz und Nieder bereits 2001 zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Doch nur Schmitz musste ins Gefängnis, das Urteil gegen Nieder hob der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wegen eines Formfehlers auf und verwies die Sache an eine andere Düsseldorfer Kammer. Auch das zweite Urteil (13,5 Jahre) wurde vom BGH kassiert. Das letzte Urteil in Sachen Krahestraße des Duisburger Landgerichts (lebenslang) hatte letztlich Bestand.
Die Verfahren gegen Nieder haben sich über zwölf Jahre hingezogen. Achteinhalb Jahre saß er in U-Haft. Wegen der überlangen Verfahrensdauer bekam Nieder einen Strafrabatt von vier Jahren zugesprochen. Weil die Duisburger Richter die "besondere Schwere der Schuld" festgestellt haben, muss Nieder deutlich mehr als 15Jahre hinter Gitter. Die bereits verbüßte Untersuchungshaft wird auf die Strafe angerechnet, ebenso der "Rabatt" von vier Jahren. Strafrechts-Experten rechnen damit, dass Nieder noch etwa acht Jahre Freiheitsstrafe verbüßen muss.
Sollte Nieder nicht zum Haftantritt in Hagen erscheinen, wird er per Haftbefehl gesucht werden.
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Freitag, 14. Juni 2013
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Mittwoch, 12. Juni 2013
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