Suche nach einer geheimnisvollen Komplizin - 01.11. 12:30 Uhr
Ich hatte wahnsinnige Angst und stand wie unter Schock", berichtet eine Mitarbeiterin des Supermarktes in der Nordstadt, der im August 2010 überfallen wurde. Über eine Leergutrutsche kamen die drei Räuber nach bisherigem Ermittlungsstand an jenem Sommerabend kurz vor Ladenschluss in die Lagerräume, warteten bis die letzten Kunden das Geschäft verlassen hatten und überfielen dann mit äußerster Brutalität die beiden verbliebenen Mitarbeiter.
Dabei bedrohten sie die Frau und ihren 23 Jahre alten Kollegen mit einer Schreckschusspistole sowie einem Elektroschocker und versprühten Reizgas. Die Täter zwangen die Frau, sich auf den Boden zu legen und traten sie dann so heftig, dass sie Blutergüsse davontrug. Ihren Kollegen trafen sie mit den Fußtritten im Gesicht, er verlor zwei Schneidezähne. Weil sie Todesangst gehabt habe, habe sie den Tresor geöffnet, aus dem die Täter rund 12000 Euro entwendeten, so die Verkäuferin.
Wer ist die geheimnisvolle Komplizin?
Sie und ihr Kollege waren sich sicher, mindestens eine Frau unter den drei Tätern erkannt zu haben. Die Polizei geht nach Auswertung von Mobilfunkdaten und Überwachungs-Videos aus dem Geschäft davon aus, dass die Brüder im Alter von 18 und 30 Jahren an dem Überfall beteiligt waren. Nun ist die Frage, wer die geheimnisvolle Komplizin ist.
Die unbekannte Frau könnte mit dem älteren Bruder auch eine Normafiliale in Schweinau und ein Schreibwarengeschäft in Gostenhof ausgeraubt haben. Dem 30-Jährigen wird außerdem der Überfall auf eine Schulsekretärin vorgeworfen. Zu allen Vorwürfen schweigen die Brüder bisher. Der Prozess wird nächste Woche fortgesetzt.
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