Sonntag, 4. November 2012

Polizeiruf 110: Fieberhafte Suche nach dem Mörder - Berliner Kurier


Angesichts von Keim-Infektionen und Organspende-Skandalen in unseren Kliniken wird der „Polizeiruf 110: Fieber"-Fall (ARD, Sonntag 20.15 Uhr) zum brand(t)aktuellen Medical-Thriller: Denn Schauspieler Matthias Brandt gerät beim Einsatz als Münchener TV-Kommissar Hanns von Meuffels in die Schusslinie eines Drogentyps und wird lebensgefährlich verletzt.

Zwar retten die Ärzte im Krankenhaus sein Leben, doch der Cop fiebert zwischen Realität und Wahnvorstellungen vor sich hin. Trotzdem ermittelt er, denn mysteriöse Todesfälle auf der Station lassen den angeschlagenen Polizisten nicht zur Ruhe kommen. „Das Wohl des Patienten ist das höchste Gesetz", entkräftet der pomadige Chefarzt (Walter Sittler) von Meuffels wilde Sterbe-Thesen. Und weil der Kommissar nicht klein beigibt, gerät er erneut in Lebensgefahr.

Ein Krimi, der einem Himmel, Angst und Bange macht: vor Medikamenten, Ärzten, Kliniken. Dem Kommissar drückt man die Daumen, dass er die Fieberkurve unbeschadet hinkriegen möge.

Etwas lange Albträume, zu abruptes Krimi-Ende. Aber ein Top-Solo von Matthias Brandt, das es in sich hat – schräg, böse, unheimlich, sehenswert.

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