Donnerstag, 7. Februar 2013

Bekanntester Scharfschütze der USA auf Schießstand getötet - DIE WELT

Washington (dapd). Als Elite-Soldat soll er im Irak mehr als 250 Menschen getötet haben, jetzt starb mit Chris Kyle einer der bekanntesten Scharfschützen der USA selber durch Kugeln. US-Medienberichten zufolge hatte der Täter auf einem Schießstand in Glen Rose (US-Staat Texas) das Feuer auf den Irak-Veteranen und einen anderen Mann eröffnet. Wenige Stunden später nahm die Polizei einen 25 Jahre alten Verdächtigen fest, gegen den die Staatsanwaltschaft am Sonntag Mordanklage erhob. Das Motiv für die Bluttat war zunächst unklar.

Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich ebenfalls um einen Veteranen handeln. Der Mann habe die Tat nach Angaben seiner Schwester gestanden, berichtete der US-Sender CNN. Der Sheriff des texanischen Landkreises Erath County, Tommy Bryant, sagte, der Verdächtige habe vier Jahre lang der US-Marineinfanterie angehört.

Kyle gilt als der berühmteste Scharfschütze der US-Streitkräfte. Der 38-Jährige war als Angehöriger der Spezialeinheit Navy SEALs im Irak stationiert. Laut Verteidigungsministerium tötete er bei Einsätzen dort 160 Menschen, Schätzungen zufolge waren es mehr als 250. Irakische Aufständische sollen ihn "den Teufel" genannt haben und setzten 20.000 Dollar (knapp 15.000 Euro) auf seinen Kopf aus.

2012 veröffentlichte Kyle ein Buch ("American Sniper") über die psychologischen Herausforderungen seiner Arbeit. In der Öffentlichkeit zeigte er wenig Mitleid mit seinen Opfern. "Ich bin fest überzeugt, jeder, den ich getötet habe, war böse", sagte er in einem früheren Interview der britischen BBC. Wenn er eines Tages vor Gott stehe, müsse er sich für viele Sünden verantworten, aber nicht dafür, diese Menschen getötet zu haben, sagte er damals.

dapd global

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