Samstag, 3. November 2012

Fast 30 syrische Soldaten bei Rebellenangriffen getötet - DIE WELT

Beirut (dapd). Bei Angriffen syrischer Rebellen auf Kontrollposten der Streitkräfte sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 28 Regierungssoldaten getötet worden. Wie die Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mitteilte griffen die Rebellen in der nördlichen Provinz Idlib insgesamt drei Stellungen der Regierungskräfte an. Bei den Feuergefechten seien zudem fünf Rebellen umgekommen, teilte die Beobachtungsstelle in London mit, die sich auf Berichte von Aktivisten vor Ort beruft.

Unterdessen berichteten staatliche Medien, die Rebellen hätten eine Serie von Bombenanschlägen in der Hauptstadt Damaskus verübt. Die Sprengsätze seien am Mittwochabend im Stadtteil Al-Masseh detoniert, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur SANA am Donnerstag. Ziele seien eine Moschee, ein Sportclub und ein Geschäft gewesen. Ein Mensch sei umgekommen und acht weitere verletzt worden. Laut SANA seien Terroristen für die Taten verantwortlich. Die syrische Regierung bezeichnet die Rebellen, die Präsident Baschar Assad stürzen wollen, als Terroristen.

China setzte sich derweil mit der Veröffentlichung eines Vier-Punkte-Plans für eine Waffenruhe und Verhandlungen zur Beendigung des Konfliktes ein. Der am Donnerstag vom chinesischen Außenministerium veröffentlichte Plan sieht eine schrittweise Übergabe der politischen Macht vor, ohne direkt einen Rücktritt von Staatspräsident Baschar al Assad zu fordern. Erst am Mittwoch war der chinesische Außenminister Yang Jiechi mit dem Sondergesandten der UN und Arabischen Liga für Syrien, Lakhdar Brahimi, zusammengetroffen.

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