Donnerstag, 12. September 2013

Indien: Vergewaltiger schuldig gesprochen - RP ONLINE

Die Familie des Opfers hatte bei der Urteilsverkündung Tränen in den Augen. Zuvor hatten die Angehörigen einmal mehr den Strang für die Täter gefordert. "Die einzig mögliche Strafe für diese Männer, die solch ein brutales, abscheuliches Verbrechen begangen haben, ist die Todesstrafe. Wir werden nichts anderes akzeptieren, auch keine lebenslange Haftstrafe", sagte der 20 Jahre alte Bruder. Nur so könnten sie mit dem Tod des Familienmitglieds abschließen.

"Sie starb, aber weckte die Nation auf."

Die Gruppenvergewaltigung im Dezember war die erste einer ganzen Reihe solcher Verbrechen, über die in den indischen Medien ausgiebig berichtet wurde. Erstmals begann eine gesellschaftliche Debatte über das weit verbreitete Problem und Menschen, die zuvor das Wort "Vergewaltigung" nie in den Mund nahmen, sprachen nun darüber. Der Nachrichtensender NDTV kommentierte am Dienstag: "Sie starb, aber weckte die Nation auf."

Der landesweite Aufschrei zwang die Regierung dazu, die Haftstrafen für sexuelle Verbrechen zum Teil zu verdoppeln. Die Polizei, die oft Vergewaltigungsopfer fortschickte, nimmt jetzt mehr Fälle auf und versucht, mehr Frauen einzustellen. Es gibt mittlerweile spezielle Notrufnummern für Frauen und Schnellgerichte, die sich mit Sexualstraftaten befassen.

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